Junge Grüne beschließen mit 86% Unterstützung für KPÖ PLUS Wahlantritt

Sarah PansyDer Bundeskongress wählte neuen Vorstand und fällte wichtige Beschlüsse über die Zukunft nach dem Parteiausschluss.

Wien (OTS) - Am Wochenende hat der Bundeskongress als höchstes Gremium der Jungen Grünen erstmals nach dem Ausschluss durch die Grüne Parteispitze in Graz getagt. Dabei hat sich eine Mehrheit von 86 Prozent für die Unterstützung der breiten linken Mitmachplattform PLUS und deren gemeinsamen Wahlantritt als KPÖ PLUS ausgesprochen.

“Die Wahl ist der erste Schritt im Aufbau einer lokal gut verwurzelten, linken Kraft”, so Flora Petrik, die scheidende Sprecherin.

Die Jungen Grünen wollen nach vorne schauen. Das Kapitel “Grüne Partei” ist für die Jungen Grünen abgeschlossen. “Wir wünschen den Grünen, dass sie einen Ausweg aus ihrer Krise finden und wieder handlungsfähig werden. Rechthaberei und Angst um Macht und Jobs haben nicht das Potential für positive Veränderung”, so Petrik abschließend zu den Grünen.

Ziel der Jungen Grünen ist es, Stück für Stück eine starke soziale Kraft aufzubauen, die vor Ort gut verankert ist und gerade bei Lokalwahlen Erfolge erzielt. Das Sterben der SPÖ in vielen mittelgroßen Städten ist eine Herausforderung für eine Linke, die nicht kampflos eine Stadt nach der anderen an FPÖ und ÖVP verlieren will. 

Neues Projekt zum Aufbau einer starken sozialen Kraft

Mit der Mitmachplattform „PLUS – Plattform unabhängig & solidarisch” haben die Jungen Grünen ein Projekt initiiert, das ein erstes Sammelbecken für alle jene sein soll, die glauben, dass es eine neue Politik braucht und die sich selbst einbringen wollen. Zusammen mit vielen Unabhängigen wird die neu gegründete Plattform PLUS unter dem Dach der KPÖ als KPÖ PLUS bei den Nationalratswahlen im Herbst kandidieren. Die Jungen Grünen als Verein werden ihre Aktivitäten in sehr reduziertem Ausmaß fortsetzen und in den Monaten nach der Wahl über offene Fragen entscheiden. 

Wie im Frühjahr angekündigt ist der alte Vorstand mit Flora Petrik als Sprecherin nicht erneut zur Wahl angetreten. Als neue Sprecherin wurde Sarah Pansy gewählt. Die 26-Jährige ist Gründungsmitglied der Jungen Grünen. Die Grazerin hat in Bremen Philosophie und Politikwissenschaft studiert und lebt ab August in Wien. Bis Dezember ist sie noch Vorsitzende der Rosa-Luxemburg-Stiftung in Bremen. Ihre politischen Schwerpunkte liegen auf Frauenpolitik, marxistischer Theorie und Demokratietheorie. Den Fokus will Pansy auf den langfristigen und nachhaltigen Aufbau einer linken Kraft setzen.

Wie es mit den neun Landesorganisationen weitergeht, entscheiden die jeweiligen Vereine und die Landesparteien der Grünen in den nächsten Wochen. Viele Landesparteien versuchen seit Monaten aktiv, die Landesvereine der Jungen Grünen durch eine Art „Grüne JVP” zu ersetzen. 

Die Jungen Grünen werden sich nun darauf konzentrieren, den Wahlantritt von KPÖ PLUS zu unterstützen. “Wir brauchen eine gut organisierte linke Kraft, die Menschen begeistert. Wir sehen die jetzigen Aktivitäten mit KPÖ PLUS als ersten Schritt eines langjährigen Aufbauprojekts”, so Pansy.

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